
Regent
Die rote Rebsorte Regent ist eine pilzwiderstandsfähige Neuzüchtung (PiWi), die 1967 von Dr. Gerhardt Alleweldt am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof kreiert wurde. Sie entstand aus einer Kreuzung der weißen Sorte Diana (Silvaner × Müller-Thurgau) und der roten französischen Hybridsorte Chambourcin. Das klingt verwirrend und ist es auch.
Ein befreundeter Winzer hat mal aus seinem Oneologennähkästchen geplaudert und zum Besten gegeben, was für ein Aufwand so eine Kreuzung mit sich bringt. Na, jedenfalls war die Kreuzung am Ende erfolgreich.
Die Geschichte der Rebsorte Regent begann im Jahr 1967, als der renommierte Züchter Gerhardt Alleweldt an der Bundesforschungsanstalt für Rebenzüchtung Geilweilerhof die entscheidende Kreuzung vornahm. Unter der anfänglichen Zuchtnummer Gf. 67-198-3 reifte eine Pioniersorte heran, die über die Jahre intensive Prüfungen durchlief. Nach mehr als zwei Jahrzehnten der Forschung und Beobachtung folgte im Jahr 1993 mit der Erteilung des Sortenschutzes der erste große rechtliche Meilenstein. Nur zwei Jahre später, im Jahr 1995, erhielt die widerstandsfähige Rebe unter dem Namen Regent ihre offizielle deutsche Sortenzulassung und wurde in die Bundessortenliste eingetragen. Den endgültigen Durchbruch und den Startschuss für den internationalen Erfolg markierte schließlich das Jahr 1996, als die europäische Sortenzulassung erfolgte und der Regent offiziell für die Herstellung von Qualitätswein freigegeben wurde.
Je nach dem erscheint der Regent im Glas granat bis gar schwarz-rot, meist bringt er schwarze Kirschen, Brombeeren und Johannisbeeren in die Nase. Am Gaumen kommt mittleres bis kräftiges Tannin herüber.