2025 Silvaner Alte Reben Muschelkalk Johannes Beyer
Der Wein ist handgelesen und die Reben wurden nicht zusätzlich bewässert. Wir finden ihn so gelungen wie seinen 2024er Vorgänger, den wir auch im Ausschank hatten. Für den neuen Jahrgang ist deutlich weniger Restzucker, nur die Hälfte, ausgewiesen.
Der Geschmack dieses Silvaners sorgt mit einem ausgewogenen Verhältnis von Süße und Säure für ein angenehmes Gefühl im Mund. Im Glas erfreut er mit einem leuchtenden Gelb mit grünen Reflexen. In der Nase erinnert er an eine richtig grüne Birne und hallo, wir zitieren wieder den Winzer, "Eisbonbonnuancen".
Silvaner Alte Reben Muschelkalk
Weingut Johannes Beyer, Dorndorf
Jahrgang: 2025
Alkohol: 11,5 %
Säure: 6,4 g/l
Restzucker: 4,4 g/l
Verschluß: Schraubverschluß
Flasche: Bordeaux Grünglas
Qualitätsstufe: Deutscher Qualitätswein, Gutswein
Auf dem Etikett finden wir aufgedruckt, unter anderem: Gutsabfüllung, Saale-Unstrut, die AP-Nummer, Deutscher Qualitätswein und Gutswein.
Der Wein stammt also aus unserem malerischen Anbaugebiet Saale-Unstrut, bekannt für ihre mineralischen, feingliedrigen und meist trocken ausgebauten Weißweine, die auf charakteristischen Muschelkalkböden wachsen. Der Wein stammt zu 100 % aus Saale-Unstrut-Trauben, hat sein Mindest-Mostgewicht erreicht und erfüllt alle Vorgaben. Der Wein wurde ausweislich der AP-Nummer im Labor chemisch analysiert und von einer Kommission verkostet und fehlerfrei bewertet. Die Nummer ist ein Beweis, dass er sich offiziell „Qualitätswein“ nennen darf. Der Winzer nutzt das neue deutsche Weinrecht, was ab dem 2026er Jahrgang seinen Einfluß noch deutlicher bemerkbar machen wird. „Gutswein“ bildet das Fundament seines Sortiments – es ist die „Visitenkarte“ des Weinguts, die den regionalen und rebsortentypischen Charakter unkompliziert auf den Punkt bringt. „Gutsabfüllung“ ist im deutschen Weinrecht streng geschützt und geht noch einen bedeutenden Schritt weiter als die ohnehin schon gute „Erzeugerabfüllung“. Der Winzer darf das nur aufdrucken, wenn a) alle Trauben ausschließlich aus seinen eigenen (oder seit mindestens Januar des Erntejahres selbst bewirtschafteten) Weinbergen stammen, b) der Wein im eigenen Betrieb gekeltert, ausgebaut und auf die Flasche gefüllt wurde, c) der verantwortliche Kellermeister eine abgeschlossene önologische Ausbildung (Studium oder Winzermeister) nachweisen kann und schließlich d) der Betrieb eine strenge Steuerbuchhaltung führt. Ok, das fanden wir jetzt nicht so super wichtig.
Man hat hier keine irgendwo zusammengekauften Massenwein im Glas. Das Etikett verspricht einen handwerklich im eigenen Keller erzeugten Basiswein eines gelernten Weinmachers, der die Typizität der Region Saale-Unstrut widerspiegelt. Und was das Etikett verspricht, wird im Glas gehalten. Unseren Gästen und uns sagt er sehr zu.